Eigentlich lese ich ja keinen Bücher zweimal, aber nun ist es doch dazu gekommen. Ich habe das zweite Mal die
Unendliche Geschichte von Michael Ende gelesen und ich muss sagen es hat mich auch beim zweiten Mal in seinen Bann gezogen.

Aber es ist bestimmt auch schon an die zehn Jahre her das ich das Buch das erste Mal gelesen habe und damals habe ich wohl lange noch nicht alles Verstanden. Tatsache ist das
Die Unendliche Geschichte eins der besten Bücher ist die ich bisher gelesen habe. Besonders schön wurde das Lesen auch durch die besondere Ausgabe des Buches, da jedes Kapitel mit einem schönen Großen Buchstaben und einer Illustration aufwartet. Dies ist natürlich auch eine Anspielung auf den Inhalt des Buches selber, da dies auch so in der
Unendlichen Geschichte erzählt wird. Aber nun mal langsam: In der unendlichen Geschichte geht es hauptsächlich um einen zehnjährigen Jungen namens
Bastian Baltasar Bux der gerne Bücher liest und zu einem Buch mit dem Namen
Die unendliche Geschichte kommt. In diesem Buch selber geht es wiederum darum das die Welt Phantasien durch das Nichts, dem drohenden Untergang, bedroht ist. Ein Junge namens Atréju soll im Auftrag der Kindlichen Kaiserin herausfinden wie Phantasien zu retten ist und begibt sich so auf die Reise.
Am Ende kommt heraus das nur ein Menschenkind aus der Menschenwelt Phantasien retten und beide Welten wieder ins Gleichgewicht bringen kann. Da Phantasien aber Grenzenlos ist, ist es unmöglich für einen Phantasier zwischen den Welten zu wechseln um einen Menschen nach Phantasien zu holen. Aber Atéju bringt den Menschen durch seine Suche, seiner eigenen Geschichte selber mit, denn es ist Bastian selber der gerade diese Geschichte liest.
Aber Bastian scheut sich noch einige Zeit anzuerkennen das er selber wirklich gemeint ist und schämt sich auch für sein pummeliges aussehen, weswegen er den neuen Namen der kindlichen Kaiserin erst sehr spät laut ausspricht, nachdem die kindliche Kaiserin selber eingegriffen hat. Aber nachdem Bastian der kindlichen Kaiserin den neuen Namen
Mondenkind gegeben hat, befindet er sich selber in Phantasien.
Wer nun sagt "Kenn ich doch vom Film", dem muss an dieser Stelle gesagt werden, dass der Film und das Buch soviel gemeinsam haben, wie ein Blatt von einem Baum und ein Blatt Papier. Beide haben zwar selbe Namen und sind auch flach und können auch groß oder klein sein, aber es sind zwei komplett unterschiedliche Dinge. Allein die Geschichte von Atréju unterscheidet sich schon in sehr vielen Punkten wobei das Buch einfach viel komplexer ist und meiner Meinung nach auch erheblich besser. Aber besonders ist auch der Film endet an der Stelle nachdem Bastian nach Phantasien gekommen ist, aber das Buch endet hier noch Lange nicht. Denn ein Mensch kann in Phantasien nahezu wunder wirken, denn seine Wünsche und seine Träume, sowie seine eigenen erzählenden Geschichten werden hier Wirklichkeit, wobei hier darauf geachtet wird das die Wünsche und Geschichten wahrhaftig sind. Ein tiefer innerer Wunsch wird hier soweit befriedigt bis er zu 100% erfüllt ist. Das heißt man wünscht sich stark zu sein und wird stark, vergisst aber auch danach dass man zu irgendeinem Zeitpunkt mal schwach gewesen ist. Daher kostet jeder Wunsch eine Erinnerung an die Welt der Menschen, aber man brauch auch die Wünsche um den Weg wieder zurück in die Welt der Menschen zu finden. Genau das passiert auch Bastian, der im Laufe seines Weges immer mehr vergisst und den
Weg der Wünsche wandert.
Als Resümee möchte ich noch sagen, das das Buch wirklich nur zu empfehlen ist. Es hat einen tiefen Hintergrund und sprengt die Welten des konventionellen Denkens. Auch die Tatsache das das Buch selber in zwei Farben, rot und grün, geschrieben ist und selber so aufgemacht ist, wie das Buch das Bastian liest und auch auf die rote und grüne Schrift eingegangen wird lässt einen viel tiefer in die Geschichte eintauchen, denn was ist wenn man selber eine Geschichte ist, der eine Geschichte über einen anderen liest, der eine Geschichte liest?