Es sind mir nicht gerade viele zeitgenössische russische Buchautoren bekannt, aber bei Sergej Lukianenko muss man sagen, dass er auch noch recht gut ist. Allein die Bücherreihe der
Wächter Reihe haben mich schon in fantastische Welten entführen können ohne sie der realen Welt zu weit zu entrücken. Ein ähnliches Prinzip stellt sich auch bei dem neusten ins deutsche Übersetzte Buch
Spektrum heraus.

Die Geschichte spielt in unserer Zeit nur dass sich diese durch die Ankunft von mysteriösen Außerirdischen ein wenig gewandelt hat.
Diese Außerirdischen die sich selber
Schließer nennen haben in Moskau und auch anderen Orten auf der Erde so genannte Tore eingerichtet, durch die es möglich ist zu anderen Planeten zu reisen. Als Preis für die Reise verlangen sie lediglich neue noch nicht erzählte Geschichten. So kann es leicht vorkommen dass schnell mal der ein oder andere auf einem Planten festsitzt, da er keine vernünftige Geschichte für die Rückreise zusammen bekommt.
Hier kommt
Martin Igorjewitsch zum Einsatz, der als Privatdetektiv durch diese Tore reißt um diese Menschen wieder zurückzubringen. Auszeichnen kann er sich dadurch, dass ihm fast immer passende Geschichten für die
Schließer findet um für seine Reisen durch das Tor auch zu bezahlen. Problematisch wird es nur erst dann nachdem er eine Tochter eines reichen Moskauer Bürgers zurückholen soll und sich in eine viel größere Geschichte um die Existenz des Universums und den Stillstand des Lebens einhandelt.
Insgesamt ist das 700 Seiten umfassende Buch spannend geschrieben und glänzt mit einem Ende das man bei weitem nicht erwarten würde. Sollte man allerdings keine Vorliebe für gute Fiktionsromane haben sollte man sich lieber ein anderes Buch suchen.
Was allerdings noch zu kritisieren ist, ist unter anderem die deutsche Übersetzung, die viel zu häufig das bayrische durchklingen lässt. So sind Passagen wie "die bei ihm
freilich nur selten anzutreffen war" dann doch Gewöhnungsbedürftig für mich als Norddeutscher. Gerade am Anfang des Buches häufen sich diese typisch bayrischen Begriffe sehr stark, was einem dann doch schnell ein bisschen zuwiderläuft. Auch ist es gerade am Anfang des Buches zusätzlich auch schwer überhaupt in die Geschichte rein zu kommen, da man noch keine Ahnung hat worum es sich handelt und einige Schilderungen leichte Verwirrung erzeugen, aber nach einigen Seiten und der Erklärung um den derzeitigen Zustand der Erde versteht man dies schnell und kann sich ganz der spannenden Geschichte widmen und über gewisse kulinarische Köstlichkeiten lachen.